Studentisches

Tel Aviv Daily Life

Nun bin ich schon den dritten Tag in Tel Aviv – morgen geht’s zurück nach Deutschland… Leider habe ich die letzten Tage recht wenig Freizeit gehabt, weil ich es einfach nicht geschafft hatte, meine wichtige Präsentation für meine erste PhD Evaluierung rechtzeitig fertig zu stellen. Selber schuld. Aber eignetlich war es recht gemütlich, denn mein Gastgeber, der Physik und Mathe studiert und ab nächstem Semester am Weizmann Institut seinen Master machen wird, musste ebenfalls viel lernen. Also saßen wir gemeinsam am Küchentisch seiner Wohnung, ließen uns in regelmäßigen Abständen frischgefiltertes Wasser aus dem HighTech-Filter (das normale Leitungswasser schmeckt wie frisch… Weiterlesen…

Tel Aviv

Ich werde meinen Bericht über Jerusalem auf jeden Fall noch vervollständigen, spätestens, wenn ich die Bilder durchgehe, aber jetzt wollt ich erstmal mit anderen Erlebnissen, die nicht so gut fototechnisch dokumentiert sind, fortfahren. Im Moment sitze ich mitten in Tel Aviv in einer Loft-artigen Wohnung, spüre den allmählich frischer werdenen Abendwind im Nacken, höre ein gerade begonnenes Rockkonzert quasi vor der Tür und sehe die Bürotürme von Tel Aviv allmählich in sanftes Abendlicht getaucht. Der Workshop ist vorbei, das Weizmann Institut liegt hinter mir – heute morgen nahmen die letzten Verbliebenen den Zug von Rehovot nach Tel Aviv, um die… Weiterlesen…

5.6.12

Heute war keine Zeit für morgendliche Schwimmrunden, denn für 8:30 Uhr war Abreise nach Jerusalem angekündigt. Ich lag auch perfekt im Zeitplan – bis ich beim letzten Schluck Kaffee mal wieder in eine interessante Diskussion über mein Arbeitsgebiet verwickelt wurde. Das passiert hier wirklich oft, obwohl (oder vielleicht gerade weil) wir alle aus völlig unterschiedlichen Fachrichtungen kommen (Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Biotechnologie, Informatik, ja sogar ein Mediziner). Dadurch, dass alle im gleichen Altersbereich (25-35) sind, gibt es auch kaum Scheu und man fragt halt einfach unbefangen drauf los. Macht Spaß. Aber zurück zum Hauptprogrammteil! Mit dem Bus gings von der… Weiterlesen…

4.6.2012

Eigentlich sollte ich an meiner Präsentation für die erste Teil-“Verteidigung“ meiner Doktorarbeit arbeiten, aber mein Kopf ist so voller Eindrücke, die muss ich jetzt erstmal noch los werden. Nachdem der gestrige Abend im und am Swimming Pool ausklang, wollte ich heute gleich so weitermachen. Aber zunächst noch einen kurzen Exkurs, nachdem ich gestern noch nicht den nötigen emotionalen Abstand hatte, um über das größte Drama des Abends zu schreiben: ich hatte meinen Schulring aus den USA verloren! Das Schlimmste dabei war, dass ich ihn nicht mal selbst verloren hatte, sondern ein Kollege, der so nett gewesen war, mir meine Wertsachen… Weiterlesen…

2.6.2012

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen – und ein Ausflug nach Israel ist für mich definitiv alles andere als gewöhnlich, also ist mal wieder Zeit für den Blog. Schon die Verschiebung des Wochenendes um einen Tag (Freitag/Samstag statt Samstag/Sonntag) war ungewohnt und brachte mit sich, dass ich von Zürich aus fliegen musste obwohl es normalerweise bequeme Direktflüge von Basel aus gibt – aber eben nicht am Samstag. Immerhin konnte ich so noch eine Nacht in Zürich verbringen, wo ich von Frisbee-Freunden von Anatol nett empfangen und bewirtet wurde. Nach einer kurzen Nacht wachte ich mit dickem Kopf und verstopfter Nase auf… Weiterlesen…

Abschied

Ein langes Wochenende geht auch hier zu Ende – obwohl es keine Feiertage gab. Aber es war das Wochenende des Abschieds für mich – der doch irgendwie ziemlich überraschend vor der Tür stand. Drei Monate sind nun wirklich keine lange Zeit, aber ich habe mich hier einfach wohlgefühlt und das Postkartensommerwetter der letzten Tage macht das Weggehen nicht leichter. Der Umzug gleich zu Anfang meines Aufenthalts hier war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können, denn das Zimmer bei Clare, meiner netten Vermieterin, war gleichzeitig Ausgangspunkt für meine Erkundungen und Rückzugsort von Alltagsnuisancen und Arbeitsdruck. Wobei letzterer vorrangig von… Weiterlesen…

MayDays

Dieses Wochenende hatte sich Besuch aus Würzburg angekündigt – zwei Kommilitonen hatten die Reise schon lange geplant, als Superbonusüberraschungsmaibesuch hatte sich auch Daniel kurzfristig zur Flugbuchung hinreißen lassen – es war also von vornherein klar, dass es ein wunderschönes verlängertes Wochenende werden würde! Das Wetter zeigte sich auch zunächst von seiner allerbesten Cambrücker Seite, sodass wir den Freitag gleich zum Punten nutzten. Punting ist wirklich Volksbelustigung und -sport in einem, denn ein voll beladenes Boot mit Hilfe eines etwa drei Meter langen Stabes halbwegs graziös durch die Fluten des Cam River zu bewegen ist nicht jedem Touristen gegeben. Auch wir… Weiterlesen…

BBQ & Beach

Die Woche ging aber mal wieder fix rum! Hatte jede Menge zu tun, musste meine Fliegen einsammeln – war ne ganz schön frustrierende Angelegenheit, denn von meinen 240 unterschiedlichen Familien, die ich für meine Analyse hergestellt hatte, haben leider nur 50 den Nachwuchs gebracht, den ich brauchte (nämlich solche, die homozygot für Auffälligkeiten in der Region sind, die ich untersuche). Das hieß, dass ich den kompletten Nachwuchs aller 240 Familien mehrere Male mit dem Mikroskop anschauen musste. Anstrengend, langweilig, frustrierend. Aber alles wird gut. Nächste Woche gehts an die Genanalyse – drückt die Daumen, dass ich auch mit nur 50… Weiterlesen…

Ersatz

Nachdem mein letzter Beitrag vom Update verschluckt wurde, muss ich jetzt ganz rasch einen neuen über den Heimweh-Artikel setzen Also: mir geht’s gut! Das Wetter ist endlich sommerlich – morgens fahr ich mit Sonnenbrille und T-Shirt auf Arbeit, das hat schon was. Vorbei an gerade noch blühenden Magnolienbäumen und anderen weiß- und rosa-strahlenden Bäumen. Außerdem kommt mich ja nun Daniel ganz überraschend besuchen – juchu! Letzte Woche gab’s mal wieder Kultur – im 1855 gegründeten ADC Theatre, in dem schon John Cleese sich seine ersten Sporen verdiente, sah ich die Aufführung der Abschlussklasse der Central School of Ballet (London). Ein… Weiterlesen…

Ostern

So, ich sollte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben! Letztes Wochenende war ja Ostern, auch auf der Insel. Pünktlich zum Karfreitag hatte sich auch die Sonne verabschiedet, dafür kam eine sehr gute Freundin aus Würzburg mich besuchen, die gerade ihr Praktikum in Edinburgh ableistet. Ich hatte ihr Sonne & Wärme als Abwechslung zur nordischen Herbheit Edinburghs versprochen – nun, das konnte ich leider nicht halten. Der für Sight-Seeing vorgesehene Freitag wurde daher zum Shopping Day auserkoren, denn so klein das Stadtzentrum auch ist, es ist wirklich ein Shopping-Paradies! Wir hatten viel Spaß, gaben dafür relativ wenig Geld aus und… Weiterlesen…

Nachts sind alle Fliegen grau

Montags scheint ein angesagterer Ausgehtag zu sein als Sonntag – jedenfalls befanden sich heute Nacht signifikant mehr betrunkene, sonnenbebrillte oder kurzberockte JugendlichInnen auf den hell beleuchteten Straßen von Cambridge. Woher ich das weiß? Nun, leider musste ich diese Woche in den sauren Apfel der Nachtschicht beißen, nachdem ich es die letzten Male immer noch in allerletzter Sekunde abwenden konnte. Nicht so diese Woche. Wegen massiven Jungfrauenbedarfs musste ich unseren Fliegennachwuchs alle 8 Stunden kontrollieren und nach Geschlechtern (und anderen Merkmalen) trennen, damit sie sich nicht unerlaubterweise verpaarten. Das bedeutet Fliegensortieren am Morgen, am frühen Abend und am frühen Morgen, so… Weiterlesen…

Sport & Gemüse

Eigentlich dachte ich ja, dass ich heute furchtbaren Muskelkater hätte, aber bis auf eine gewisse Grundmüdigkeit in den Gliedmaßen geht’s mir sehr gut. Diese Woche wurde nämlich von unseren Männern in der Arbeitsgruppe zur Sportwoche erklärt (nachdem eine Post-Doc gerade mit Krücken aus dem Ski-Urlaub heimgekehrt war…). Am Montag wurde daher mit Laborgeld ein Basketball erstanden, der auch gleich gegen ein paar Street Kids erprobt wurde (ja, sie haben uns fertig gemacht). Gestern dann machten wir die große Grünanlage, die ich auch jeden Morgen durchquere, mit dem hier unsicher: http://www.sportsworld.co.nz/cs/prodView.asp?idproduct=155&idCategory=10. Das war wirklich lustig, irgendwann konnten wir uns kaum noch… Weiterlesen…

As time flies by…

Diese Woche verging wieder wie im Flug! Nachdem ich letzte Woche die ganze Zeit im Labor stand und zermantschte Fliegen analysiert hatte, musste ich diese Woche die passenden Fliegenmutanten heraussuchen und verpaaren. Das bedeutet, dass ich aus 140 Röhrchen à ca. 30 Fliegen Männchen aussortieren musste, die kurze "Haare" hatten, denen aber nicht zwei bestimmte Haare im "Nacken" fehlen durften – da ich noch ziemlich langsam bin, hab ich dafür drei volle Arbeitstage gebraucht! Weil ich die ganze Zeit allein im Fliegenlabor war, denn meine Fliegen sind noch nicht durch die Quarantäne durch, sodass ich mit ihnen nicht ins große… Weiterlesen…

Sunday Slant II

Heute: das Wetter. Und Mode. Also, ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber ich habe mir das englische Wetter als verregnet und trüb vorgestellt. Ich gebe zu, dass ich dieses Wissen vor allem aus Edgar Wallace Filmen bezog, aber wenn ich mir die Wetterkarten der BBC anschaue, sehe ich meine Vorurteile eigentlich bestätigt. Eigentlich. Denn ein kleiner Fleck auf der Karte voller Regenwolken ist immer leer – das ist da, wo Cambridge ist. Ich habe bisher hier zwei mal Regen erlebt. Das erste Mal war in den allerersten Tagen, als Daniel noch da war. Das zweite Mal war irgendwann… Weiterlesen…